Projekte in Bhutan

Seit Anfang 2017 führen wir Projekte in Bhutan durch.

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Seit Anfang 2017 führt der Verein Nomadenhilfe e.V. neben Projekten in Tibet auch Projekte in Bhutan durch. Bhutan ist ein kleiner Staat, der im Norden an den Himalaya grenzt. Etwa 750.000 Menschen leben hier, der Großteil von ihnen ist der tibetischen Ethnie zugehörig. Die bhutanesische und tibetische Kultur, sowie Religion, Sprache, Architektur, Sitten und Gebräuche sind sehr ähnlich.

Bhutan gilt als eines der glücklichsten Länder der Welt. Der ‚Gross National Happiness Index’ zur Messung der Zufriedenheit der Bevölkerung wurde anstelle des in anderen Staaten üblichen Bruttosozialprodukts als Leitprinzip gesetzlich verankert.

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Trotz der Bestrebungen der Regierung und einer wachsenden Wirtschaft gibt es in Bhutan immer noch viele bedürftige Menschen. Die Programme zur Armutsbekämpfung erreichen die abgelegenen Gebiete im Süden und Osten des Landes nicht. Die natürlichen Begebenheiten machen das Leben für die ländliche Bevölkerung besonders schwierig. Die kleinen Dörfer und Siedlungen werden an Berghängen inmitten des Regenwaldes errichtet.

In diesen Regionen brechen 60 Prozent der Schüler ihre Ausbildung nach der Grundschule ab – weil die Familien Schulmaterialien und Kleidung nicht zahlen können und keine Perspektive für ihre Kinder sehen. Arbeitsplätze gibt es nicht, die Familien bauen auf ihren winzigen Feldern an steilen Bergen für den Eigenbedarf an. Viele Frauen sind alleinerziehend, die Jugendlichen wandern in den Norden ab.

In folgenden Bereichen unterstützen wir die Bedürftigen in Bhutan:

Gewang DorjiDie Idee zur Unterstützung von Bhutan entstand im Sommer 2016, als deutsche Vereinsmitglieder Gewang Dorji aus Bhutan kennenlernten. Gewang stammt aus einer großen Familie, er hat sechs Geschwister. Sein Vater starb, als er 17 Jahre alt war. Seitdem musste sich seine Mutter alleine um die sieben Kinder kümmern, fünf von ihnen befanden sich noch in der Ausbildung. Gewang weiß, wie schwierig es ist, ohne Unterstützung zurecht zu kommen. Deshalb möchte er sich engagieren und bedürftige Familien unterstützen. Gemeinsam mit Pema Choden uns Sherab Dorji gründet er derzeit ein Hilfsprojekt in Bhutan, das als unsere Partnerorganisation fungieren wird.