Mädchenförderung

Die Förderung von Mädchen bildet einen der Schwerpunkte unserer Projektarbeit. Bei unserem Projektgebiet handelt es sich um eine Nomadenregion. In de Nomadengebieten ist die Rollenverteilung in der Regel sehr strikt. Die Nomadenfamilien können es sich oft höchstens leisten, eins ihrer Kinder in die Schule zu schicken. Meistens wählen sie dafür einen Jungen aus. Durch die Nähe unserer Schule zu den Nomadensiedlungen und den kostenfreien Unterricht können nun mehrere Kinder einer Familie die Schule besuchen, auch die Mädchen.

Zudem ist es in den Nomadenfamilien üblich, dass die Mädchen auch im Erwachsenenalter bei ihren Eltern bleiben, um diese bei den häuslichen Aufgaben zu unterstützen. Da die meisten von ihnen sowieso keinerlei schulische Ausbildung haben, bietet sich ohnehin keine Alternative. Durch den Besuch der Grundschule haben nun auch Mädchen die Chance, an einer weiterführenden Schule angenommen zu werden.

Mädchen, die lieber bei ihrer Familie bleiben möchten, anstatt in die größeren Städte zu gehen, haben ab diesem Winter die Möglichkeit, eine Ausbildung zur Hebamme oder in unserer Handwerksschule im Nomadengebiet selber aufzunehmen.

Seit Beginn unserer Arbeit achten wir besonders darauf, dass ebenso viele Mädchen von uns bei ihrer weiterführenden Schulbildung unterstützt werden. Dadurch fördern wir die Bildungschancen und die Gleichberechtigung von Mädchen und jungen Frauen in Tibet. Durch unsere Unterstützung ist es jungen Frauen nun möglich, zwischen einem häuslichen Leben im Rahmen der Familie oder aber der Aufnahme einer Arbeit außerhalb der Familie zu wählen.