Im Januar 2009 richteten wir unsere Krankenstation in einem Nomadengebiet in Osttibet ein. In der Region gab es zuvor keine medizinische Versorgung, entsprechend schlecht war der gesundheitliche Zustand der Bevölkerung. Die Lebenserwartung der örtlichen Nomaden war gering, viele starben in jungem Altern und ließen oft Familien und Kinder zurück.
In unserer Krankenstation werden die mittellosen PatientInnen kostenfrei behandelt, Familien mit einem kleinen Einkommen zahlen lediglich den Einkaufspreis der Medikamente. Seit dem Bau der Station hat sich diese von einer kleinen Praxis für die örtliche Nomadenbevölkerung zu einer Anlaufstelle für Nomaden aus der ganzen Umgebung entwickelt. Darüber freuen wir uns sehr, allerdings geriet unsere kleine Krankenstation schnell an ihre Grenzen. Da das Gebäude klein war konnten nicht mehr als drei Patienten gleichzeitig versorgt werden. Zudem arbeitete unser Arzt Asang alleine. Er war vom frühen Morgen bis in die Nacht beschäftigt. Vor dem Krankenhaus bildeten sich täglich lange Schlangen von Patienten, die in der winterlichen Kälte stundenlang draußen warten mussten.
Neubau der Krankenstation 2011/2012
Deshalb haben wir im August 2011 mit der Erweiterung unserer Krankenstation begonnen. Die neue Krankenstation besteht aus zehn Räumen. Sie ist etwa 200 m2 groß. Das Gebäude wurde ausschließlich mit natürlichen Ressourcen aus der direkten Umgebung nach traditioneller Art gebaut. Alle am Bau Beteiligten stammen aus der Region. Inzwischen ist die neue Krankenstation fast fertig! Beim Bau der Krankenstation wurden wir von Inwent NRW unterstützt. Vielen Dank!
Frauen – und Kinderstation
In der neuen Krankenstation gibt es verschiedene Untersuchungs- und Behandlungszimmer, einen stationären Bereich und eine Frauen- und Kinderstation. In dieser werden Frauen während der Schwangerschaft begleitet, es wird Geburtenhilfe geleistet und Kleinkinder und Babys werden medizinisch versorgt. Seit Februar 2012 haben wir speziell für die Frauen- und Kinderstation eine zusätzliche Ärztin eingestellt. Diese wird in unserer Krankenstation zudem lokale Mädchen und Frauen, sowie Schulabgängerinnen unserer Grundschule in Lhatse als Hebammen ausbilden. Danach können die Frauen unsere Krankenstation unterstützen oder eine Arbeit in einem anderen Krankenhaus aufnehmen.
Der Arzt Asang
Unsere Krankenstation wird von dem in der Region sehr berühmten Arzt Asang geleitet. Asang hat eine Ausbildung sowohl in tibetischer Medizin als auch in der Schulmedizin abgeschlossen. Als er von unserer Idee, eine Krankenstation zu bauen, hörte, bot er uns gleich seine Hilfe an. Für seine Unterstützung sind wir Asang sehr dankbar.
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Wir haben einen neuen Schirmherren:
Liebe Freunde und Förderer,
Vor vier Jahren wurde der Verein Kham Nomadenhilfe e.V. gegründet und hat seitdem vielen Bedürftigen in Osttibets Nomadengebieten geholfen. Die Unterstützung erfolgt stets mit sehr viel Engagement und Hingabe, davon konnte ich mich mit vielen Freunden überzeugen. Der Verein stellt sicher, dass die gespendeten Gelder auch wirklich die Bedürftigen in Tibet erreichen, ohne Abzüge für Verwaltung oder Marketing. Gefördert werden ausschließlich Vorhaben, die von den Bedürftigen mitentwickelt wurden und von ihnen auch eigenverantwortlich durchgeführt werden können.
Es ist mir eine besondere Freude und Ehre, als neuer Schirmherr diesen
wunderbaren Verein zu unterstützen. Als Tibetfreund ist es mir ein großes Anliegen, die Lebenssituation der großartigen Menschen im tibetischen Gebiet zu verbessern. Zudem liegt mir als Arzt am Klinikum Frankfurt Höchst der Ausbau der medizinischen Grundversorgung in den kargen tibetischen Nomadengebieten besonders am Herzen.Ich danke herzlich allen mitwirkenden freiwilligen Helfern und
Förderern, die maßgeblich zum Gelingen der
Unterstützungsmaßnahmen beigetragen haben!Ihr Prof. Dr. med. Wolfgang Stelter
// Neuigkeiten //
10.02.2012
Unsere neue Krankenstation ist fast fertig!
Der Bau unserer neuen Krankenstation ist inzwischen fast fertig. Das Gebäude steht und ein Teil der Untersuchungsräume wurde eingerichtet. In den nächsten Monaten werden wir die übrigen Untersuchungsräume und den stationären Bereich fertig stellen.
04.02.2012
Die ersten Yaks wurden übergeben
Während unserer letzten Projektreise wurden die ersten Yaks aus unserem Yak-Programm bereits übergeben. Die Frauen und ihre Kinder freuten sich sehr. In den kommenden Wochen werden wir die übrigen Tiere an ihre neuen Besitzerinnen übergeben
// Termine //
18. März: Flohmarkt in der Alten Feuerwache, Köln, 9 - 17 Uhr.
25. März: Frühlingsfest in der OT. St. Anna, Christine-Teusch-Platz 1, Köln, 11 - 17 Uhr
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