Grundschule – Hintergrund
Der Anteil der Analphabeten an der Bevölkerung liegt in Kham bei 40 Prozent. Einige tibetische Kinder können inzwischen die Grundschule besuchen. Besonders für die Nomadenfamilien ist es aber sehr schwierig, ihren Kindern eine Schulausbildung zu ermöglichen. Da sich die Schulen immer in den größeren Ortschaften befinden, leben die Nomaden oft viele Kilometer entfernt und die Kinder sind gezwungen, während der Schulzeit in der Schule zu leben. Dadurch müssen die Familien nicht nur die Schulgebühren bezahlen, sondern zusätzlich die finanziellen Mittel für Unterkunft und Verpflegung aufbringen. Wenn überhaupt besuchen deshalb in der Regel nur ein bis zwei Kinder der meist sehr kinderreichen Nomadenfamilien die Grundschule. Der Besuch weiterführender Schulen ist noch problematischer, da die Mittel- und Oberschulen enorm hohe Schulgebühren verlangen.

Aufgrund der hohen Kosten müssen die meisten Nomadenkinder ihre Ausbildung nach der Grundschule beenden, nur wenige gehen auf die Mittelschule, der Besuch einer Oberschule ist fast unmöglich. Ohne eine gute Schulausbildung ist es den Tibetern aber kaum möglich, eine Anstellung zu finden. Die Lage hat sich durch die starke Zuwanderung aus chinesischen Gebieten noch verschärft. Die Tibeter, und insbesondere Nomaden, werden so immer mehr an den Rand der Gesellschaft gedrängt und führen häufig ein Leben in größter Armut.
Aus diesem Grund unterstützen wir die Ausbildung der tibetischen Bevölkerung in der Region. Im Sommer 2009 konnten wir mit dem Bau unserer Grundschule in einer Nomadenregion beginnen, im Winter 2010 wurde sie eröffnet. Zudem erhalten ausgewählte SchülerInnen an weiterführenden Schulen finanzielle Unterstützung, wir übernehmen die Kosten für die Schulgebühren, die Unterkunft, sowie in einigen Fällen für die Verpflegung und medizinische Grundversorgung. Außerdem werden die SchülerInnen in ihrer künstlerischen und handwerklichen Entwicklung gefördert. Nicht zuletzt soll durch die Durchführung von kulturellen Veranstaltungen die Verständigung zwischen tibetischen und chinesischen SchülerInnen anderer Schulen gefördert werden.
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Wir haben einen neuen Schirmherren:
Liebe Freunde und Förderer,
Vor vier Jahren wurde der Verein Kham Nomadenhilfe e.V. gegründet und hat seitdem vielen Bedürftigen in Osttibets Nomadengebieten geholfen. Die Unterstützung erfolgt stets mit sehr viel Engagement und Hingabe, davon konnte ich mich mit vielen Freunden überzeugen. Der Verein stellt sicher, dass die gespendeten Gelder auch wirklich die Bedürftigen in Tibet erreichen, ohne Abzüge für Verwaltung oder Marketing. Gefördert werden ausschließlich Vorhaben, die von den Bedürftigen mitentwickelt wurden und von ihnen auch eigenverantwortlich durchgeführt werden können.
Es ist mir eine besondere Freude und Ehre, als neuer Schirmherr diesen
wunderbaren Verein zu unterstützen. Als Tibetfreund ist es mir ein großes Anliegen, die Lebenssituation der großartigen Menschen im tibetischen Gebiet zu verbessern. Zudem liegt mir als Arzt am Klinikum Frankfurt Höchst der Ausbau der medizinischen Grundversorgung in den kargen tibetischen Nomadengebieten besonders am Herzen.Ich danke herzlich allen mitwirkenden freiwilligen Helfern und
Förderern, die maßgeblich zum Gelingen der
Unterstützungsmaßnahmen beigetragen haben!Ihr Prof. Dr. med. Wolfgang Stelter
// Neuigkeiten //
10.02.2012
Unsere neue Krankenstation ist fast fertig!
Der Bau unserer neuen Krankenstation ist inzwischen fast fertig. Das Gebäude steht und ein Teil der Untersuchungsräume wurde eingerichtet. In den nächsten Monaten werden wir die übrigen Untersuchungsräume und den stationären Bereich fertig stellen.
04.02.2012
Die ersten Yaks wurden übergeben
Während unserer letzten Projektreise wurden die ersten Yaks aus unserem Yak-Programm bereits übergeben. Die Frauen und ihre Kinder freuten sich sehr. In den kommenden Wochen werden wir die übrigen Tiere an ihre neuen Besitzerinnen übergeben
// Termine //
18. März: Flohmarkt in der Alten Feuerwache, Köln, 9 - 17 Uhr.
25. März: Frühlingsfest in der OT. St. Anna, Christine-Teusch-Platz 1, Köln, 11 - 17 Uhr
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