Alt und Jung gemeinsam – eine Kardamomfarm in den Bergen

IMG_8689Eines unserer ersten beiden großen Projekte in Bhutan ist der Ausbau einer Kardamomfarm, die von alten alleinstehenden Menschen und jungen Arbeitslosen und Schulabbrechern gemeinsam betrieben wird.

Im Südosten Bhutans gibt es wenig Perspektiven für junge Menschen. Arbeitsplätze sind nicht vorhanden, die Bewohner der Region bauen meist auf ihren winzigen Feldern an steilen Berghängen Gemüse zum Selbstverzehr an. Viele Familien leben in großer Armut. In kleinen Hütten schlafen die Kinder auf Zeitungspapier, das als Bett dient. Sie haben nicht genug zu Essen und keine warme Kleidung. Zur Schule müssen die Kinder mehrere Stunden laufen. Die obligatorische Schulkleidung und Schulmaterialien sind für die Familien zu teuer. Regierungsprogramme zur Unterstützung von bedürftigen Familien haben die Region bislang nicht erreicht. Viele Schüler brechen ihre Ausbildung deshalb nach der Grundschule ab.

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Auf der ökologischen Kardamomfarm möchten alte und junge Menschen gemeinsam Kardamomsetzlinge pflanzen, um Kardamom zum Verkauf in Bhutan und Indien anzubauen. Das Projekt wird geleitet von der 26-jährigen Pema Choeden. Sie ist Mutter von zwei Kindern, alleinerziehend und mittellos. Die Schule hat sie nur bis zur siebten Klasse besucht, sie hat jedoch Erfahrung in der Landwirtschaft. Gemeinsam mit zunächst zehn weiteren Bewohnern errichtet sie die Farm mit Feldern, einem Schuppen und einem kleinen Wohnhaus, in dem die Projektteilnehmer abwechselnd schlafen. Später soll ein großes Wohnhaus für alle Teilnehmer errichtet werden.

In Schulungen können die Beteiligten ihre landwirtschaftlichen Kenntnisse erweitern.

Die gemeinsam betriebene Farm ist der Beginn eines breit angelegten Programms zur Unterstützung alter Menschen in den ländlichen Gebieten Bhutan. Im kommenden Jahr möchten wir Jugendliche zu Altenpflegern ausbilden und Alten-WGs einrichten.

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Ziele

Mit dem Projekt werden folgende Ziele verfolgt:

1.  Reduzierung der Arbeitslosenquote und der ländlich-städtischen Migration

2.   Verbesserung der Betreuung und der Partizipation von alten Menschen

3.   Stärkung insbesondere von Frauen im wirtschaftlichen Bereich

4.   Förderung der Ernährungssicherheit in Bhutan

5.   Wissenstransfer

6.   Rückgang von Jugendkriminalität und Drogenmissbrauch

7.   Stärkung der abgelegen ländlichen Regionen und ihrer BewohnerInnen

Wir freuen uns sehr, dass wir bei der Durchführung des Projektvorhabens von der Aurora Borealis Stiftung und dem Hand in Hand Fonds der Firma Rapunzel und der Deutschen Umwelthilfe finanziell unterstützt werden, vielen Dank! Auch Sie können uns bei der Umsetzung des Projekts helfen – wir danken Ihnen sehr!